| F00.1 | Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit spätem Beginn (Typ 1) |
| F01.0 | Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn |
| F01.1 | Multiinfarkt-Demenz |
| F01.2 | Subkortikale vaskuläre Demenz |
| F02.0 | Demenz bei Pick-Krankheit |
| F02.1 | Demenz bei Creuztfeldt-Jakob-Krankheit |
| F02.2 | Demenz bei Chorea Huntington |
| F02.3 | Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom |
| F02.4 | Demenz bei HIV-Krankheit |
| F02.8 | Demenz bei andernorts klassifizierten Krankheitsbildern |
| F04.- | Organischem amnestischen Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt |
| F06.0 | Organischer Halluzinose |
| F06.1 | Organischer katatoner Störung |
| F06.2 | Organischer wahnhafter Störung |
| F06.3 | Organischer affektiver Störungen |
| F06.4 | Organischer Angststörung |
| F06.5 | Organischer dissoziativer Störung |
| F06.6 | Organischer emotional labiler Störung |
| F07.0 | Organischer Persönlichkeitsstörung |
| F07.1 | Postenzephalitischem Syndrom |
| F07.2 | Organischem Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma |
| F20.- | Schizophrenie |
| F21.- | Schizotyper Störung |
| F22.- | Anhaltender wahnhafter Störung |
| F24.- | Induzierter wahnhafter Störung |
| F25.- | Schizoaffektiver Störung |
| F30.- | Manischer Episode |
| F31.- | Bipolarer affektiver Störung mit Ausnahme von: F31.7 - F31.9 |
| F32.- | Depressiver Episode mit Ausnahme von: F32.0, F 32.1und F 32.9 |
| F33.- | Rezidivierender depressiver Störung mit Ausnahme von: F33.0, F 33.1, F 33.4, F 33.8 und F33.9 |
| F41.0 | Panikstörung, auch wenn sie auf sozialen Phobien beruht |
| F41.1 | Generalisierter Angststörung |
Die ambulante psychiatrische Pflege ist aufsuchend tätig und sie kann für die Dauer von bis zu 4 Monaten mit beginnend 14 Einsätzen pro Woche (Maximum) mit abnehmender Frequenz verordnet werden.
Im Durchschnitt suchen wir unsere Klienten zwischen 2 und 8 Einsätzen wöchentlich auf.
| LK 1 - | Erstgespräch/ Krankenpflegeplanung |
| 1.1 | Vorstellung / Abklärung von Inhalten, Leistungen und Möglichkeiten ambulanter psychiatrischer Pflege, sowie Bedürfnissen und Erwartungen des Klienten |
| 1.2 | Klärung der Leistungsfinanzierung |
| 1.3 | Pflegeüberleitung (stationär - ambulant) |
| 1.4 | Erhebung von notwendigen Informationen |
| LK 2 - | Beziehungsgestaltung |
| 2.1 | Aufbau und Pflege eines Vertrauensverhältnisses |
| 2.2 | Kennenlernen von Lebensgewohnheiten, Biographie und Bedürfnissen des Patienten |
| 2.3 | Erarbeitung von Complience, Akzeptanz und gegenseitiger Wertschätzung |
| LK 3 - | Feststellen, Beobachten und Dokumentieren des Hilfebedarfs und dessen Entwicklung (Pflegeprozess) |
| 3.1 | Pflegeanamnese (Erhebung Ressourcen und Problemen) |
| 3.2 | Pflegediagnose in Anlehnung an die North American Nursing Association (NANDA) |
| 3.3 | Pflegeplanung mit Evaluation |
| LK 4 - | Wahrnehmen und Beobachten von Krankheitszustand und -entwicklung |
| 4.1 | Wahrnehmen von behandlungsbedürftigen Erkrankungen (auch somatischen) |
| 4.2 | Wahrnehmen, Zuordnen und Reagieren auf psychiatrische Symptome und Syndrome (z.B. Wahn, Aggression, Antriebsstörung, Unruhe) |
| 4.3 | Beobachten von Verhaltensweisen, Äußerungen und Umgehensweisen unter Beachtung psychiatrischer Beobachtungskriterien (z.B. äußere Erscheinung, Sozialverhalten, Stimmung, Orientierung, Fertigkeiten) |
| LK 5 - | Anregung / Abstimmung therapeutischer, pflegerischer und ergänzender Maßnahmen |
| 5.1 | Erkennen und Benennen von notwendigen Maßnahmen, Therapien und infrage kommenden Diensten |
| 5.2 | Abstimmen der individuellen Inhalte, Möglichkeiten und Ziele der ambulanten psychiatrischen Pflege mit anderen Diensten, Fachpersonal und Institutionen |
| 5.3 | Abstimmen ärztlicher, pflegerischer und anderer Maßnahmen |
| LK 6 - | Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt |
| 6.1 | Motivierung zu notwendigen Arztbesuchen und deren Sicherstellung |
| 6.2 | Begleitung zu Arztbesuchen, sofern dies geboten ist |
| 6.3 | Kooperation / Informationsaustausch mit dem behandelnden Ärzten |
| LK 7 - | Hilfe bei der Medikamenteneinnahme |
| 7.1 | ERgänzende Beratung über Wirkungen und Nebenwirkungen |
| 7.2 | Motivierung zur (regelmäßigen) Einnahme |
| 7.3 | Anleitung zum eigenverantwortlichen Umgang mit Medikamenten |
| 7.4 | Verabreichung von Medikamenten |
| 7.5 | Beobachten / Registrieren der Einnahme aller Medikamente |
| 7.6 | Beobachten / Registrieren der Einnahme von abhängigkeitserzeugenden Substanzen |
| 7.7 | Hilfe bei / Übernahme der Vorratshaltung |
| 7.8 | Bobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen |
| LK 8 - | Vorsorge bei Eigen- oder Fremdgefährdung |
| 8.1 | Erkennen und Benennen von Selbsttötungsabsichten |
| 8.2 | Eruieren der konkreten Gefährdungssituation |
| 8.3 | Erarbeiten möglicher Maßnahmen zur Gefahrenabwendung (z.B. Vereinbarungen, Hilfepläne, Einbeziehen des sozialen Umfeldes, Einweisung nach Psych-KG |
| LK 9 - | Krisenintervention |
| 9.1 | Erkennen und Benennen von kritischen Situationen und Frühwarnzeichen |
| 9.2 | Eruieren der krisenauslösenden Faktoren |
| 9.3 | Erarbeiten neuer Copingstrategien und Krisenpläne |
| 9.4 | Erarbeiten von Möglichkeiten zur Krisenbewältigung |
| 9.5 | Beruhigung von Patienten und Beteiligten |
| 9.6 | Kontaktaufnahme / Begleitung zum Arzt, Krankenhaus, zu anderen Institutionen |
| 9.7 | Medikamentenverabreichung nach Anweisung des Arztes |
| 9.8 | Erwirkung notwendiger stationärer / teilstationärer Behandlung |
| LK 10 - | Aktivierung zu elementaren Verrichtungen / Training von Alltagsfertigkeiten |
| 10.1 | Erhalten / Aktivieren / Trainieren der Kontaktfähigkeit |
| 10.2 | Erhalten / Aktivieren / Trainieren lebenspraktischer Tätigkeiten |
| 10.3 | Erhalten / Aktivieren / Trainieren von Inanspruchnahme und Erfüllung sozialer Rechte und Pflichten |
| LK 11 - | Psychiatrische Entlastung im Alltag |
| 11.1 | Erkennen und Benennen von Belastungen im Alltag |
| 11.2 | Erarbeiten von adäquaten Handlungsalternativen |
| 11.3 | Entlastungs- und orientierungsgebende Gespräche |
| LK 12 - | Kognitives und psychisches Training |
| 12.1 | Erkennen und Benennen der psychischen und kognitiven Beeinträchtigung |
| 12.2 | Training der zeitlichen Orientierung |
| 12.3 | Training der personellen und situativen Orientierung |
| 12.4 | Training der räumlichen Orientierung |
| 12.5 | Training angstbesetzter Alltagstätigkeiten |
| 12.6 | kognitives Training |
| LK 13 - | Hilfe beim Umgang mit beeinträchtigenden Gefühlen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen |
| 13.1 | Erkennen und Benennen beeinträchtigender Gefühle, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen |
| 13.2 | Erarbeiten von Akzeptanz und entsprechendem Umgang |
| 13.3 | Unterstützung der Selbstreflexion |
| 13.4 | Erarbeiten von alternativen Handlungsstrategien |
| 13.5 | Heranführung an neue oder angstbesetzte Themen oder Aufgaben |
| 13.6 | Erstellen einer Problemhierarchie |
| 13.7 | Hilfe bei Erhaltung / Herstellung des Realitätsbezugs |
| LK 14 - | Hilfe bei der Tages- und Wochenstrukturierung |
| 14.1 | Erkennen und Benennen von mangelnden Tages- und Wochenstrukturen |
| 14.2 | Erarbeiten von möglichen Strukturen |
| 14.3 | Förderung sinnvoller Beschäftigungs- und Freizeitmöglichkeiten (Hilfe beim Finden, Kontaktanbahnung, Begleitung) |
| 14.4 | Unterstützung bei Planung und Umsetzung beruflicher Perspektiven |
| LK 15 - | Zusammenarbeit mit Familienangehörigen / Partnern |
| 15.1 | Information über Inhalte, Methoden und Möglichkeiten psychiatrischer Versorgung |
| 15.2 | Kooperationsangebote und Absprachen |
| 15.3 | Information über Selbsthilfe für Angehörige |
| 15.4 | Aktivierung familiärer Hilfspotentiale |
| 15.5 | Aufklärung über psychiatrische Krankheit, deren Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten |
| 15.6 | Erkennen und Benennen von belastenden Zusammenhängen, Wertschätzung |
| 15.7 | Erarbeiten entlastender Maßnahmen / Verhaltensweisen |
| LK 16 - | Kontaktaufnahme und Kooperation mit anderen Diensten, Fachpersonal und Institutionen |
| 16.1 | im klinischen Bereich |
| 16.2 | Aufrechterhaltung des Kontaktes während stationärer / teilstat. Behandlung |
| 16.3 | Information und Austausch mit beteiligtem Klinikpersonal |
| 16.4 | Beratungsgespräche in der Klinik |
| 16.5 | Aufnahme- und Entlassungsgespräche |
| 16.6 | im außerklinischen Bereich |
| 16.7 | Kooperation mit weiteren an der Betreuung beteiligten Personen und Institutionen |
| 16.8 | Therapie- und Arbeitsabsprachen (z.B. WfB, Tagesklinik) |
| 16.9 | Abstimmung mit einer zentralen Person im Sinne des "Case Management" |
| 16.10 | Koordination pflegerischer, hauswirtschaftlicher, therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen |
| 16.11 | Koordination bei Wechsel der Versorgungsform |