APP (ambulante psychiatrische Pflege)




Stand Juni 2014

Verordnungsfähig für APP sind Diagnosen mit den unten aufgeführten ICD 10 Ziffern:

F00.1 Demenz bei Alzheimer-Krankheit, mit spätem Beginn (Typ 1)
F01.0 Vaskuläre Demenz mit akutem Beginn
F01.2 Subkortikale vaskuläre Demenz
F02.0 Demenz bei Pick-Krankheit
F02.1 Demenz bei Creuztfeldt-Jakob-Krankheit
F02.2 Demenz bei Chorea Huntington
F02.3 Demenz bei primärem Parkinson-Syndrom
F02.4 Demenz bei HIV-Krankheit
F02.8 Demenz bei andernorts klassifizierten Krankheitsbildern
F04.- Organischem amnestischen Syndrom, nicht durch Alkohol oder andere psychotrope Substanzen bedingt
F06.0 Organischer Halluzinose
F06.1 Organischer katatoner Störung
F06.2 Organischer wahnhafter Störung
F06.3 Organischer affektiver Störungen
F06.4 Organischer Angststörung
F06.5 Organischer dissoziativer Störung
F06.6 Organischer emotional labiler Störung
F07.0 Organischer Persönlichkeitsstörung
F07.1 Postenzephalitischem Syndrom
F07.2 Organischem Psychosyndrom nach Schädelhirntrauma
F20.- Schizophrenie
F21.- Schizotyper Störung
F22.- Anhaltender wahnhafter Störung
F24.- Induzierter wahnhafter Störung
F25.- Schizoaffektiver Störung
F30.- Manischer Episode
F31.- Bipolarer affektiver Störung mit Ausnahme von: F31.7 - F31.9
F32.- Depressiver Episode mit Ausnahme von: F32.0, F 32.1und F 32.9
F33.- Rezidivierender depressiver Störung mit Ausnahme von: F33.0, F 33.1, F 33.4, F 33.8 und F33.9
F41.0 Panikstörung, auch wenn sie auf sozialen Phobien beruht
F41.1 Generalisierter Angststörung


Die ambulante psychiatrische Pflege ist aufsuchend tätig und sie kann für die Dauer von bis zu 4 Monaten mit beginnend 14 Einsätzen pro Woche (Maximum) mit abnehmender Frequenz verordnet werden.

Im Durchschnitt suchen wir unsere Klienten zwischen 2 und 8 Einsätzen wöchentlich auf.

Tätigkeitsinhalte (Leistungskatalog) der ambulanten psychiatrischen Pflege LK 1 bis LK 16

LK 1 - Erstgespräch/ Krankenpflegeplanung
1.1 Vorstellung / Abklärung von Inhalten, Leistungen und Möglichkeiten ambulanter psychiatrischer Pflege, sowie Bedürfnissen und Erwartungen des Klienten
1.2 Klärung der Leistungsfinanzierung
>1.3 Pflegeüberleitung (stationär - ambulant)
1.4 Erhebung von notwendigen Informationen
LK 2 - Beziehungsgestaltung
2.1 Aufbau und Pflege eines Vertrauensverhältnisses
2.2 Kennenlernen von Lebensgewohnheiten, Biographie und Bedürfnissen des Patienten
2.3 Erarbeitung von Complience, Akzeptanz und gegenseitiger Wertschätzung
LK 3 -Feststellen, Beobachten und Dokumentieren des Hilfebedarfs und dessen Entwicklung (Pflegeprozess)
3.1Pflegeanamnese (Erhebung Ressourcen und Problemen)
3.2 Pflegediagnose in Anlehnung an die North American Nursing Association (NANDA)
3.3 Pflegeplanung mit Evaluation
LK 4 - Wahrnehmen und Beobachten von Krankheitszustand und -entwicklung
4.1 Wahrnehmen von behandlungsbedürftigen Erkrankungen (auch somatischen)
4.2 Wahrnehmen, Zuordnen und Reagieren auf psychiatrische Symptome und Syndrome (z.B. Wahn, Aggression, Antriebsstörung, Unruhe)
4.3 Beobachten von Verhaltensweisen, Äußerungen und Umgehensweisen unter Beachtung psychiatrischer Beobachtungskriterien (z.B. äußere Erscheinung, Sozialverhalten, Stimmung, Orientierung, Fertigkeiten)
LK 5 - Anregung / Abstimmung therapeutischer, pflegerischer und ergänzender Maßnahmen
5.1 Erkennen und Benennen von notwendigen Maßnahmen, Therapien und infrage kommenden Diensten
5.2 Abstimmen der individuellen Inhalte, Möglichkeiten und Ziele der ambulanten psychiatrischen Pflege mit anderen Diensten, Fachpersonal und Institutionen
5.3 Abstimmen ärztlicher, pflegerischer und anderer Maßnahmen
LK 6 - Zusammenarbeit mit dem verordnenden Arzt
6.1 Motivierung zu notwendigen Arztbesuchen und deren Sicherstellung
6.2 Begleitung zu Arztbesuchen, sofern dies geboten ist
6.3 Kooperation / Informationsaustausch mit dem behandelnden Ärzten
LK 7 - Hilfe bei der Medikamenteneinnahme
7.1 ERgänzende Beratung über Wirkungen und Nebenwirkungen
7.2 Motivierung zur (regelmäßigen) Einnahme
7.3 Anleitung zum eigenverantwortlichen Umgang mit Medikamenten
7.4 Verabreichung von Medikamenten
7.5 Beobachten / Registrieren der Einnahme aller Medikamente
7.6 Beobachten / Registrieren der Einnahme von abhängigkeitserzeugenden Substanzen
7.7 Hilfe bei / Übernahme der Vorratshaltung
7.8 Bobachtung von Wirkungen und Nebenwirkungen
LK 8 - Vorsorge bei Eigen- oder Fremdgefährdung
8.1 Erkennen und Benennen von Selbsttötungsabsichten
8.2 Eruieren der konkreten Gefährdungssituation
8.3 Erarbeiten möglicher Maßnahmen zur Gefahrenabwendung (z.B. Vereinbarungen, Hilfepläne, Einbeziehen des sozialen Umfeldes, Einweisung nach Psych-KG
LK 9 - Krisenintervention
9.1 Erkennen und Benennen von kritischen Situationen und Frühwarnzeichen
9.2 Eruieren der krisenauslösenden Faktoren
9.3 Erarbeiten neuer Copingstrategien und Krisenpläne
9.4 Erarbeiten von Möglichkeiten zur Krisenbewältigung
9.5 Beruhigung von Patienten und Beteiligten
9.6 Kontaktaufnahme / Begleitung zum Arzt, Krankenhaus, zu anderen Institutionen
9.7 Medikamentenverabreichung nach Anweisung des Arztes
9.8 Erwirkung notwendiger stationärer / teilstationärer Behandlung
LK 10 - Aktivierung zu elementaren Verrichtungen / Training von Alltagsfertigkeiten
10.1 Erhalten / Aktivieren / Trainieren der Kontaktfähigkeit
10.2 Erhalten / Aktivieren / Trainieren lebenspraktischer Tätigkeiten
10.3 Erhalten / Aktivieren / Trainieren von Inanspruchnahme und Erfüllung sozialer Rechte und Pflichten
LK 11 - Psychiatrische Entlastung im Alltag
11.1 Erkennen und Benennen von Belastungen im Alltag
11.2 Erarbeiten von adäquaten Handlungsalternativen
11.3 Entlastungs- und orientierungsgebende Gespräche
LK 12 - Kognitives und psychisches Training
12.1 Erkennen und Benennen der psychischen und kognitiven Beeinträchtigung
12.2 Training der zeitlichen Orientierung
12.3 Training der personellen und situativen Orientierung
12.4 Training der räumlichen Orientierung
12.5 Training angstbesetzter Alltagstätigkeiten
12.6 kognitives Training
LK 13 - Hilfe beim Umgang mit beeinträchtigenden Gefühlen, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen
13.1 Erkennen und Benennen beeinträchtigender Gefühle, Wahrnehmungen und Verhaltensweisen
13.2 Erarbeiten von Akzeptanz und entsprechendem Umgang
13.3 Unterstützung der Selbstreflexion
13.4 Erarbeiten von alternativen Handlungsstrategien
13.5 Heranführung an neue oder angstbesetzte Themen oder Aufgaben
13.6 Erstellen einer Problemhierarchie
13.7 Hilfe bei Erhaltung / Herstellung des Realitätsbezugs
LK 14 - Hilfe bei der Tages- und Wochenstrukturierung
14.1 Erkennen und Benennen von mangelnden Tages- und Wochenstrukturen
14.2 Erarbeiten von möglichen Strukturen
14.3 Förderung sinnvoller Beschäftigungs- und Freizeitmöglichkeiten (Hilfe beim Finden, Kontaktanbahnung, Begleitung)
14.4 Unterstützung bei Planung und Umsetzung beruflicher Perspektiven
LK 15 - Zusammenarbeit mit Familienangehörigen / Partnern
15.1 Information über Inhalte, Methoden und Möglichkeiten psychiatrischer Versorgung
15.2 Kooperationsangebote und Absprachen
15.3 Information über Selbsthilfe für Angehörige
15.4 Aktivierung familiärer Hilfspotentiale
15.5 Aufklärung über psychiatrische Krankheit, deren Auswirkungen und Behandlungsmöglichkeiten
15.6 Erkennen und Benennen von belastenden Zusammenhängen, Wertschätzung
15.7 Erarbeiten entlastender Maßnahmen / Verhaltensweisen
LK 16 - Kontaktaufnahme und Kooperation mit anderen Diensten, Fachpersonal und Institutionen
16.1 im klinischen Bereich
16.2 Aufrechterhaltung des Kontaktes während stationärer / teilstat. Behandlung
16.3 Information und Austausch mit beteiligtem Klinikpersonal
16.4 Beratungsgespräche in der Klinik
16.5 Aufnahme- und Entlassungsgespräche
16.6 im außerklinischen Bereich
16.7 Kooperation mit weiteren an der Betreuung beteiligten Personen und Institutionen
16.8 Therapie- und Arbeitsabsprachen (z.B. WfB, Tagesklinik)
16.9 Abstimmung mit einer zentralen Person im Sinne des "Case Management"
16.10 Koordination pflegerischer, hauswirtschaftlicher, therapeutischer und diagnostischer Maßnahmen
16.11 Koordination bei Wechsel der Versorgungsform








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